„WEISST DU NOCH?“ – Der Jahrgang 1956/57 wurde 70.

Wir sind jetzt offiziell 70 geworden, auch wenn laut mancher Personalausweise nicht jeder diese Schwelle schon überschritten hat. Doch bis Dezember 2027 sind endgültig alle Alterskameraden im Klub.
Sind wir damit Seniorinnen und Senioren? Neeeein, wir doch nicht!
Es ist nur komisch, im selben Alter zu sein wie alte Leute. Oder?

Mit 60 Personen wurde der Anlass am Samstag, dem 26.09.2026, gefeiert.

Um 17 Uhr trafen wir uns am Kirchplatz zum Gruppenfoto.
Natürlich an der Kirchentreppe – dort macht man seit zig Jahren die Jahrgangsfotos. Viele ältere Heppenheimer haben sie in ihren Wohnungen hängen, aber so alt sind wir noch n
t. Eines ist deutlich: Je älter die Jahrgänge, desto kleiner die Gruppen.
Die Prozedur war in zehn Minuten fertig. Die weiße Bluse bitte neben dem grünen Hemd, die Fliege eine Stufe runter, rotes Kleid nach links – so wurden wir zügig und harmonisch auf den Stufen verschoben, dann noch lächeln, noch mal lächeln. Fertig.
Die Gruppenfotos wurden uns noch während der Feier gebracht.

Gemütlich, ohne Hektik, wie es mit 70 schön ist, schlenderten wir in Richtung „Burgheim“, wo ab 18 Uhr ein Raum für uns reserviert war. Wir durften vorzeitig hinein und wurden sogar mit dem ersten Sekt beglückt.
Die Feier wurde mit einer Laudatio unter dem Motto „Weißt du noch?“ eröffnet.
Ja, wenn langjährige Bekannte zusammenkommen, die Erinnerungen teilen oder lange getrennt waren, dann gibt es viel zu erzählen. Da greift man gern in die Kiste „Weißt du noch?“.
Nach der Stärkung am reichhaltigen, leckeren Buffet erfreuten wir uns an schönen Auftritten.
Besonderer Dank geht an unseren Kameraden Barney, der uns in mehreren Abschnitten wunderschöne Lieder aus der „alten Zeit“ vorgesungen hat. Aaach… Weißt du noch…? Bei diesem Lied…?
Die Tanzgruppe „Jumps“ senkte den Altersdurchschnitt. Die jungen Tänzer zeigten uns Hip-Hop, aber auch Salsa, und bei Merengue brachten sie uns zum Mittanzen. Da konnte man nicht ruhig bleiben. In 50 Jahren wird diese heißblütige Jugend unten an den Tischen sitzen, sie weiß es nur noch nicht.
Zwei Damen vom Mundartverein glichen den Altersdurchschnitt wieder aus – sie waren noch älter als wir. Sie hatten viele Zettel in nur vier Händen und bevorzugten es, ohne Mikrofon aufzutreten. Die Hörgeräte wurden zwar hochgedreht, aber die Worte verloren sich manchmal. Trotzdem sorgte der Bezug auf alte Orte, Geschäfte, Namen und regionale Mundartsprüche für Lachen und Zurufe: Ja! Das war neben dem… Das kenne ich von meiner Mutter… Dort kaufte man… Der Vater nahm mich immer mit…
Barney brachte sich wieder ein. Man kann ihm lange zuhören. Manche wollten es lauter, anderen war es zu laut. Vielleicht waren die Hörgeräte nach der Mundart noch zu hoch eingestellt?
Um 22:30 Uhr äußerte jemand doch Bedenken wegen der Lautstärke und der Nachbarn.
„Leute, wir sind 70! Scheiß auf die Nachbarn!“
Ein unvergesslicher und irgendwie symbolischer Satz.
Ja, wir sind 70 und haben viel hinter uns – mehr als vor uns. Wir müssen uns nicht mehr anpassen und nichts mehr beweisen. Es ist nicht mehr wichtig, was andere von uns denken. Selbst mit dem Spiegel (der meistens nicht trüb ist, nur die Brille fehlt) sind wir fein: Okay, die Verpackung ist zerknittert, aber wir haben noch innere Werte. Wir dürfen uns viele Freiheiten nehmen, von denen unsere Kinder erst noch träumen. Wir leben ausgeglichen und stabil, müssen nicht mehr jeden neuen Blödsinn mitmachen, schätzen, was wir haben, und erleben alles bewusster.
Wir wuchsen in Zeiten auf, die der heutigen Jugend unvorstellbar vorkommen, mit allen Vor- und Nachteilen der Vergangenheit.
Aber wir haben sie erlebt und überlebt.
Und jetzt sind wir 70. UND DAS IST GUT SO!

Am Sonntag trafen wir uns im Café „Fachwerkstube“ zum Brunch.
Es war ein schöner Ausklang für die Feier, erfüllt von weiteren Gesprächen und Plänen.

Ein herzlicher Dank geht an die Organisatoren der Veranstaltung und an die Teams von „Burgheim“ und „Fachwerkstube“. Danke und bis 2036!

Aber zuerst steht der nächste Termin an: 23.10.2026, 18:30 Uhr, Kegeln im Gasthof „Jäger“, Erbach.

Stammtisch am 23. April im „Halben Mond“

Am 23. April traf sich unser Jahrgang zu einem weiteren gemütlichen Stammtisch – diesmal im traditionsreichen Restaurant „Halber Mond“ in Heppenheim. Bei bestem Frühlingswetter konnten wir im Biergarten sitzen und den Abend in entspannter Atmosphäre genießen.

Schon kurz nach 18:30 Uhr füllten sich die Tische, und am Ende waren über 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer dabei. Es war eine lebendige Runde, in der viel erzählt, gelacht und natürlich auch gut gegessen und getrunken wurde. Besonders gefreut haben wir uns über den Besuch von Renate, die die weiteste Anreise hatte und uns noch vor ihrer Rückreise nach Schottland Gesellschaft leistete.

Wie bei solchen Treffen üblich, wurde nicht nur in Erinnerungen geschwelgt – es gab auch viele Gespräche über aktuelle Projekte, Familiengeschichten, kleine Anekdoten aus dem Alltag und natürlich die ein oder andere humorvolle Rückblende auf unsere gemeinsame Schulzeit. Die Zeit verging wie im Flug, und man merkte schnell, wie gut es tut, alte Bekannte wiederzusehen und neue Kontakte innerhalb des Jahrgangs zu knüpfen.

Ein herzliches Dankeschön geht an Maria, die einige Fotos gemacht hat, die wir hier auf der Homepage zeigen können. Auch wenn die Bildqualität laut Rudi „nicht seine Schuld“ ist – die Stimmung fangen sie wunderbar ein.

Mit diesem gelungenen Auftakt freuen wir uns schon jetzt auf den nächsten Stammtisch, der traditionell am Weinmarkt stattfinden wird. Wir hoffen wieder auf eine so tolle Beteiligung und viele schöne Gespräche.

Jahrgangstermine 2026

April

23. April – 18:30 Uhr
🍷 Stammtisch im Restaurant „Halber Mond“
📍 Ludwigstr. 5, 64646 Heppenheim

Juli

01. Juli – 18:30 Uhr (Weinmarkt)
🥂 Stammtisch am Stand von Seppl
📍 Zwischen Liebigapotheke und Schlossschule

September

26. September – 17:00 Uhr
🎉 70‑iger Jahrgangsfeier
📍 Treffpunkt: Kirche „St. Peter“
📸 Jahrgangsfoto auf der „Kärchetrepp“

26. September – 18:00 Uhr
🍾 Beginn der Feier im „Burgheim“ mit Sektempfang
📄 Weiteres Programm laut Einladung
💶 Unkostenbeitrag: 60,- € / Person
📅 Anmeldung bis spätestens 01. August 2026
❗ Rückerstattung nicht möglich

27. September – 10:00 Uhr
☕ Frühschoppen – ohne Partner – im Café „Fachwerkstube“
📍 Am Graben, Heppenheim
💶 Unkostenbeitrag: 20,- € / Person
📅 Überweisung = Anmeldung

Oktober

23. Oktober – 18:30 Uhr
🎳 Herbstkegeln mit „Tannenbaum“
📍 Gasthof „Jäger“
📍 Ortsstr. 31, Heppenheim‑Erbach

Dezember

10. Dezember – 18:00 Uhr
🎄 Adventsabschluss im Restaurant „Da Gino“
📍 Gießenerstr. 7, Heppenheim

Herbstkegeln 2025 – Wenn die Kugel ihren eigenen Kopf hat

Am 24. Oktober um 19:00 Uhr war es wieder so weit: Unser Jahrgang traf sich zum traditionellen Herbstkegeln in der Gaststätte Zum Mühlenkeller in Kirschhausen. Ein Termin, der fest im Kalender steht – auch wenn manche von uns (ich?) erst Wochen später dazu kommen, darüber zu schreiben. Prioritäten verschieben sich eben, aber gute Erinnerungen bleiben.

Wie immer begann der Abend mit großer Vorfreude und noch größerem Optimismus. Schließlich wollten wir beim beliebten „Tannenbaum“-Spiel zeigen, dass wir trotz fortgeschrittenem Baujahr noch eine ruhige Hand besitzen. Die Kugeln sahen das allerdings anders. Sie rollten überall hin – nur nicht dorthin, wo wir sie gerne gehabt hätten. Manche entwickelten sogar eine Art Eigenleben und entschieden sich spontan für kreative Umwege, die selbst erfahrene Physiker ins Grübeln gebracht hätten.

Der Geräuschpegel im Kegelraum war ebenfalls bemerkenswert. Und damit meine ich nicht das Rollen der Kugeln, sondern das Knacken, Knirschen und gelegentliche Stöhnen unserer in Würde gealterten Gelenke. Wenn man die Augen geschlossen hätte, hätte man meinen können, jemand öffnet eine alte Holztür – dabei stand nur einer von uns auf.

Auch kulinarisch war der Abend ein Erlebnis. Wir brauchten deutlich länger, um unsere Speisen zu genießen, als wir tatsächlich mit Kegeln beschäftigt waren. Vielleicht lag es daran, dass wir uns mehr auf die Gespräche, das Lachen und die Erinnerungen konzentrierten als auf sportliche Höchstleistungen. Oder daran, dass die Portionen im Mühlenkeller einfach zu gut sind, um sie nebenbei zu essen.

Ein kleiner Wermutstropfen schwebte jedoch über dem Abend: Die Zukunft unseres Herbstkegelns ist ungewiss. Die Wirtsleute planen einen Umbau, bei dem der Kegelraum zum Speisesaal erweitert wird. Das bedeutet: keine Tische mehr im Kegelbereich – und damit keine gemütliche Sitzmöglichkeit für Freizeitsportler wie uns, die zwischen zwei Würfen gerne mal durchschnaufen (oder sich sortieren) möchten. Eine Kegelbahn ohne Sitzgelegenheit ist für unseren Jahrgang ungefähr so sinnvoll wie ein Auto ohne Lenkrad.

Ob es also nächstes Jahr wieder ein Herbstkegeln geben wird, steht in den Sternen. Aber eines ist sicher: Dieser Abend war wieder einmal ein wunderbares Stück Jahrgangsgeschichte – voller Humor, Bewegung (in jeglichem Sinne) und dem Gefühl, dass wir gemeinsam einfach eine gute Zeit haben.

Und falls die Kegelbahn wirklich verschwindet, finden wir eben eine neue Tradition. Vielleicht Herbst-Boule. Oder Herbst-Dart. Oder wir treffen uns einfach zum herbstlichen „Knochenknacken im Sitzen“. Möglichkeiten gibt es genug.

Lauresham Lorsch – Vom Herrenhof ins Brauhaus

Am 26.09.25 hat eine Gruppe vom Jahrgang 56/57 einen Ausflug zum Lauresham im nahen Lorsch absolviert.
Es passierte genau zwischen mehreren Regentagen, und es wurde mehrmals gewettet, wer bessere Kontakte hatte – denn wir mussten keine Schirme aufmachen.
Lauresham steht seit 2014 und gehört zum UNESCO-Welterbe Kloster Lorsch.
Es ist eine regionale Besonderheit, ein Freilichtlabor (nicht zu verwechseln mit einem Freilichtmuseum, wo Exponate ausgestellt werden), das ein Modell im Maßstab 1:1 von einem karolingischen Herrenhof nachstellt.
Hier, im Labor, werden nach archäologischen Erkenntnissen Handwerk und Landwirtschaft mit nachgebauten Geräten und damaligen Techniken erforscht und erprobt.
Eine nette Gruppenführerin hat uns lustig und bepackt mit vielen Informationen auf eine Reise ins weite Frühmittelalter entführt.
Das ist so lange her, dass sich keiner mehr erinnert und unsere Köpfe nicht mehr die frischesten sind – also halten wir mal fest:

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Jahrgangsstammtisch am 25. April im „Zum Reitstall“

Am Freitag, dem 25. April, fand wieder unser traditioneller Jahrgangs-Stammtisch statt. Dieses Mal trafen wir uns im gemütlichen Restaurant „Zum Reitstall“, wo wir bei Bier und Wein einen geselligen Abend verbrachten.
Wie immer standen Neuigkeiten aus unserem Kreis sowie schöne Erinnerungen aus vergangenen Zeiten im Mittelpunkt der Gespräche. Die vertraute Atmosphäre und die lebhaften Unterhaltungen machten den Abend wieder zu einem besonderen Erlebnis.
Zwischen angeregten Gesprächen und viel Gelächter verging die Zeit wie im Flug. Es ist schön zu sehen, wie diese Tradition fortbesteht und unsere Gemeinschaft über die Jahre lebendig bleibt.